Groove the Line

LineDance für Rockabellas, Hep Cats, Flappergirls, Boogie Deerns, Swingheinis und Dancing Queens

Füße einer Swingtänzerin in einer Tanzpose vor einer Backsteinwand

LineDance - Groove the Line!

LineDance ist eine Tanzform mit vielseitigen Ursprüngen und geht auf verschiedene Tanztraditionen weltweit zurück. Während LineDance im Laufe der Jahre bzw. Jahrzehnte verschiedene kulturelle Einflüsse aufgenommen hat, wird diese Tanzform mittlerweile rund um den Globus getanzt. Dass LineDance nicht nur Country-Dance ist, versteht sich dabei wohl fast von ganz alleine. Denn ganz im Gegenteil spiegelt die Tanzform eine breite Vielfalt an Stilen wider und kann zu unterschiedlichster Musik getanzt werden. Eine ganze Reihe von LineDance-Figuren stammen aus dem Authentic Jazz und der Swingtanzzeit - sie heißen nur anders...

Bereits im 19. Jahrhundert gab es Formen von Reihentänzen in Europa. In den USA entwickelte sich in den 1970er Jahren die moderne Form des LineDance - und wird erst seit den 1980ern so genannt. Ein Beispiel dafür ist der Texas Two-Step, der zu dieser Zeit populär wurde. Auf Kuba entstand bereits in den 1950ern basierend auf Contradancing der "Rueda di Casino". Der "Madison" und der "San Francisci Stomp" wurden zu Rock ´n´ Roll-Musik in den 1950er und 1960er Jahren getanzt. Ein LineDance, von dem du vielleicht auch schon mal gehört hast, ist der "Electric Slide". Dieser Tanz wurde zur Musik von "Electric Boogie" von Marcia Griffiths choreografiert und erlangte in den 1970er und 1980er Jahren internationale Popularität. Der Electric Slide wird noch immer zu einer breiten Palette von Musikgenres getanzt,

Mittlerweile gibt es viele verschiedene LineDance-Richtungen: Mit Stroll ist bspw. ein LineDance gemeint, der vornehmlich zu Rockabella-, Rhythm ´n Blues- oder Swingmusik einzeln in einer Gruppe getanzt wird. Weitere Musikrichtungen können sein: Walzer, lateinamerikanische Rhythmen, Swing, Popmusik, Rumba, Modern, Hip Hop und, und, und. 


Im Swingtanzbereich ist der "Shim Sham" der bekannteste derartige Tanz und der Oberbegriff heißt im Swing-Sprech "Jazzroutine". Er entstand in den 1920er Jahren im Apollo Theater in Harlem und wurde von den Tap-Dancern Leonard Reed und Willie Bryant choreografiert. Der Shim Sham ist bekannt für seine Einfachheit und Universalität, was ihn zu einer Art "Gemeinschaftstanz" der Jazz- und Swingtanzgemeinschaft gemacht hat. Der ursprüngliche Shim Sham wurde als Tap-Dance-Choreografie konzipiert, hat sich aber im Laufe der Jahre zu einer Jazzroutine entwickelt, die von Tänzer:innen aller Stile getanzt wird.


Für alle diese Tänze gilt: sie werden einzeln in einer Gruppe nach einer Choreografie getanzt und können im Prinzip zu jedem Musikstil vertanzt werden. Je nach Musikrichtung bzw. in welcher Tanzcommunity sich die Tanzenden bewegen, enthalten die LineDances - Strolls - Jazzroutines- mehr oder weniger Variationen. So wird bspw. in heutigen LineDance-Gruppen, die vornehmlich zu Country- und Popmusik tanzen fast gar nicht persönlich variiert. Die ganze Gruppe tanzt nach einem so genannten "Step Sheet" also einer aufgeschriebenen Choreografie/ Schrittfolge zu ausgesuchten Songs. Hingegen bieten Jazzroutines wie der Shim Sham eine größere Bandbreite an Variationen, jede:r kann ihn tanzen wie sie/ er mag und auch zu jedem Swingsong.

LineDance ist wie "Tanzen nach Zahlen"? Nicht mit mir! Ich bringe euch LineDances von gestern und heute bei und kombiniere dabei "best of all worlds". Ihr lernt also bspw. zunächst einen klassischen (nun ja, modernen) LineDane - und dann schauen wir, wie wir ihn an verschiedene Musikrichtungen oder die eigenen Ausdrucksmöglichkeiten anpassen. Wir tanzen zu Swingmusik, Rhythm´n´Blues, Rock´n´Roll, Northern Soul und ja, dem einen oder anderen Popsong - so er denn ordentlich groovt ;o)


Videoanleitungen für LineDances

Rockabilly Stroll/ The Stroll

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Der Rockabilly Stroll oder auch The Stroll ist ein LineDance, der leicht zu lernen und sofort mittanzbar ist. Du kannst ihn solo auf dem Balkon, mit deiner Familie im Wohnzimmer oder bei einem Socialdance mit einer ganzen Gruppe tanzen. Er besteht aus zwei 8-Counts und einem 6-Count. Es ist ein 4-Wall-Tanz, sprich, wir drehen uns immer wieder um 90 Grad und schauen in Richtung aller vier Wände eines (Tanz-)Raums. Der Rockabilly Stroll wird buchstäblich auf der ganzen Welt getanzt. Wenn du also im Urlaub in Norwegen bist und irgendwo Rockabella-Musik hörst: hin da und mittanzen!

Electric Slide in der Lindy Hop- und Stroll-Version

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Auch der Electric Slide ist ein LineDance, der leicht zu lernen und sofort mittanzbar ist. Der Electric Slide enstand in der Disco-Ära. Er besteht in der Lindy Hop Version aus zwei 8-Counts (zwei Mail 8 Schläge in der Musik) und in der Stroll- bzw. LineDance-Version aus zwei 8-Counts "plus 2". Wir haben hier - wie beim Rockabilly Stroll auch, das 4-Wall-Prinzip, tanzen also im Laufe des Tanzes in alle vier Himmelsrichtungen bzw. drehen uns immer um 90 Grad und schauen gegen alle vier Wände.
Die Lindy Hop Version soll Frankie Manning gerne zum Aufwärmen vor dem Unterricht mit seinen Schüler:innen getanzt haben. 
Den "Electric Slide" könnt ihr solo in der Küche, mit der Familie auf der Terrasse oder mit einer Gruppe gleichgesinnter Rockabellas an einer Uferprommenade tanzen.

Kick Stroll

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Der Kick Stroll ist wie der Rockabilly Stroll und der Electric Slide ein LineDance. Klaro ist auch dieser Stroll recht leicht zu lernen und sofort mittanzbar. Im Gegensatz zu vielen anderen Strolls/ LineDances bewegen wir uns nicht auf einer oder mehreren Linien durch den Raum, sondern bleiben an einem Platz und drehen uns dabei immer um 90 Grad. Ihr könnt den Kick Stroll solo in der Diele, mit der Familie im Ferienhaus oder in einer Gruppe mit Freund:innen vor dem Rathaus tanzen. Dieser Stroll besteht aus zwei 8-Counts (zwei Mal acht Schläge) und ihr könnt ihn ebenfalls zu Swing-, Rockabella-, Country- aber auch Popmusik tanzen. (Ja, auch zu Popmusik - Hauptsache, ihr habt Spaß beim Tanzen!).

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